Halteverbotszone für den Umzug einrichten - so geht's

Wo wird eine Halteverbotszone beantragt?

Viele wissen nicht, dass sie eine Halteverbotszone einrichten können, um Umzugsmaterial einzuladen. Nicht jeder Bereich eignet sich dafür. Tabu sind bereits bestehende Halteverbotszonen, Behindertenparkplätze, Einfahrten und Rettungswege.

Hat man einen Platz für sein Umzugsmaterial gefunden, darf das Areal nicht einfach abgesperrt werden. Schließlich handelt es sich um einen Eingriff in den Straßenverkehr, weshalb die Genehmigung für die Halteverbotszone beim zuständigen Amt beantragt werden muss.

Je nach Wohnort ist das Straßenverkehrsamt, das Ordnungsamt oder auch das Landratsamt zuständig. Da die Bearbeitung des Antrages mehrere Tage dauert, sollte sich sieben bis vierzehn Tage vor dem geplanten Umzugstermin darum gekümmert werden.

Manchmal verknüpfen die Ämter ihre Bewilligung auch mit Auflagen. Werden diese nicht eingehalten, wird die Genehmigung für die Halteverbotszone hinfällig.

Die Beschilderung der Halteverbotszone

Damit geht die Arbeit erst richtig los. Denn zum Umzugszubehör für die Halteverbotszone gehören auch Verkehrsschilder, die rechtzeitig aufgestellt werden müssen, um anderen Autofahrern die Möglichkeit zu geben, sich woanders Parkplätze zu suchen.

In der Regel müssen die Schilder 72 Stunden vor dem Umzug aufgestellt werden, in manchen Städten sogar 96 Stunden. Das Umzugsset an Schildern stellen die Behörden gegen eine geringe Leihgebühr zur Verfügung. Das Aufstellen der Schilder ist Pflicht.

Ohne Genehmigung kann es teuer werden

Für die Beantragung selbst ist es wichtig zu wissen, ob es sich um eine einfache oder doppelseitige Halteverbotszone handeln soll. Wer nicht so viel Umzugszubehör und Umzugsmaterial hat, kommt mit der Absperrung einer Straßenseite auf etwa 15 Meter Länge in der Regel hin.

Die Halteverbotszone gilt dann für ein bis zwei Tage. Handelt es sich um eine sehr schmale Straße, wird die Sperrung beider Straßenseiten polizeilich angeordnet, allerdings kommt das nur sehr selten vor. Wenn ein Verkehrsschild während des Transportes von Umzugsmaterial zu Fall kommt und jemand verletzt wird, haftet derjenige, der das Schild aufgestellt hat.

Immer wieder kommt es vor, dass Kosten oder Zeit gespart werden sollen und eine Halteverbotszone einfach nur mit Stühlen und Band gekennzeichnet wird. Das ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet.

Was tun im Fall von Ignoranten?

Leider respektiert nicht jeder eine Halteverbotszone. Wenn man mit dem ganzen Umzugsmaterial ankommt und der Wagen vorfährt, parkt oft genug ein Pkw in der abgesperrten Zone.

Was ist dann in diesem Fall zu unternehmen, vor allem, wenn der Halter sich nicht ausfindig machen lässt? In diesem Fall sollte man die Möbel und Umzugskartons kurz zur Seite stellen, Aufstellungsprotokoll und Genehmigung parat haben und sich an die Polizei oder das Ordnungsamt wenden.

Das kostet den Ignoranten nicht nur ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro, die Abschleppkosten kommen noch hinzu. Generell werden solche Halteverbotszonen von Fahrzeughaltern jedoch respektiert und es kommt zu keinen Zwischenfällen, die den Ablauf des Umzugs stören.

Fazit:

Das Einrichten einer temporären Halteverbotszone ist kein Hexenwerk, sofern folgende Dinge beachtet werden:

  • Rechtzeitige Anmeldung (spätestens 7 Tage vor Einrichtung)
  • Frühzeitige Beschilderung (72 Stunden im Voraus)
  • Ein sicheres Aufstellen der Schilder um Schäden zu vermeiden
  • Aufstellungsprotokoll und Genehmigung immer griffbereit halten
  • Informieren Sie sich daher immer erst beim zuständigen Amt. Im Text beschriebene Hinweise können sich ändern. Der Text soll Ihnen nur einen groben Überblick geben, was zu beachten ist.

Halteverbotszonen können übrigens auch für andere Zwecke eingerichtet werden. Zum Beispiel, wenn eine große, schwere Ladung angeliefert wird.

Titelbild: ©istock.com - Stadtratte

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