Sperrige Gegenstände verpacken und verschicken

Versand fängt mit der richtigen Verpackung an

Einen Gegenstand mal eben schnell in Zeitungspapier einschlagen oder in einen mit etwas Füllmaterial gepolsterten Karton legen ist alles, aber keine Verpackung. Pakete haben in der Regel nur bei der Annahme und der Auslieferung etwas mit Menschen zu tun. Auch die gehen aber nicht gerade zimperlich mit dem Versandmaterial um.

In den Umschlagdepots laufen die Pakete über verschiedene Bänder, werden gekippt und verschoben. Stürze sind an der Tagesordnung. Daher gilt als Faustregel bei der Verpackung, das Versandmaterial so zu wählen, dass der Inhalt eines Pakets einen Sturz aus 80 Zentimeter Höhe unbeschadet übersteht.

Der richtigen Verpackung kommt daher eine immense Bedeutung zu. Viele verwenden einfach Kisten aus dem Supermarkt, die dann notdürftig verklebt werden. Oft genug bereiten diese mitgenommenen Kisten bei leichten Sendungen schon Probleme. Für schwere Gegenstände und Sperrgut eignen sie sich definitiv nicht.

Von Versandhülsen bis Kleiderkartons - Verpackungen für jede Gelegenheit

Egal, ob mit Paketdienst, Spedition oder Umzugsfirma verschickt wird, gilt: Jedes Stück braucht das passende Versandmaterial. Pläne und Kunstwerke, reisen am besten in Versandhülsen. Das schützt sie auf einfache Weise vor Knicken und Eselsohren, denn für die Versandhülsen werden die guten Stücke einfach nur zusammengerollt.

Günstig vom Porto her sind Versandhülsen übrigens auch. Andere Artikel sollten mit Luftpolsterfolie umwickelt werden und zudem im Karton mit reichlich Füllchips gepolstert werden. Zeitungspapier einfach zusammenknüllen und damit die Kisten ausstopfen, ist definitiv die falsche Entscheidung.

Kartons sollten an Kanten und Öffnungen mit Paketklebeband fixiert werden. Tesafilm alleine reicht nicht aus. Versandhülsen werden in der Regel mit einem Plastikdeckel verschlossen und benötigen kein zusätzliches Paketband.

So wie Versandhülsen Dokumente sicher transportieren, gibt es auch für andere Güter spezielle Kartonagen. Kleiderkartons transportieren die neueste Mode auch in größeren Mengen zum neuen Besitzer. Selbst ein Brautkleid kann auf diese Weise verschickt werden.

Sperrgut korrekt Verpacken

Manchmal muss es etwas mehr als Versandhülsen sein. Doch wenn die Sendung nicht in die üblichen quaderförmigen Kartons hineinpasst, muss sie als Sperrgut deklariert werden.

Zulässige Formen von Sperrgut (Abhängig vom beauftragten Unternehmen):

  • Rund
  • Eben
  • Umwickelt mit Kartonage

Um Sperrgut richtig zu verpacken, wird folgendes Versandmaterial benötigt: stabile Kartonage, Luftpolsterfolie, Kantenschutz, Paketband und ein kleines Messer. Empfindliche Partien werden zunächst mit Kantenschützern versehen.

Danach wird das zu versendende Gut mit Luftpolsterfolie eingeschlagen, Hohlräume beim Verpacken sind zu vermeiden. Ist alles gut geschützt, wird die Sendung mit Kartonage umwickelt und alles ordentlich mit Klebeband fixiert.

Auch Gurte oder Schnüre zur Absicherung sind möglich. Für Sperrgut fallen höhere Versandkosten als für normale Pakete an. Selbst bei der besten Verpackungstechnik besteht immer ein gewisses Restrisiko, dass eine Sendung nicht unbeschadet beim Empfänger ankommt. Eine eventuell abgeschlossene Transportversicherung greift auch nur dann, wenn alles ordnungsgemäß verpackt war.

Paketdienste oder Speditionen transportieren Sperrgut

Die meisten Paketdienste transportieren auch Sperrgut, doch darf es nicht zu schwer und zu unhandlich werden. Hermes setzt die Grenze bei drei Meter Länge und 31,5 Kilogramm an. GLS nimmt nur quaderförmige Kartons an, dafür dürfen sie bis zu 40 Kilogramm wiegen und maximal zwei Meter lang sein.

Bei der Sendung darf nichts herausstehen und das sogenannte Gurtmaß soll drei Meter nicht überschreiten. Bei DHL darf es mit 3,60 Metern zwar etwas Gurtmaß mehr sein, aber hier ist bei 31,5 Kilogramm Gesamtgewicht Schluss.

Der Preis wird nach Größe und Gewicht berechnet, für das Verschicken als Sperrgut ist zudem ein Aufschlag zu entrichten. Fahrräder, Wintersportausrüstung, Autoreifen oder Surfbretter fallen bei vielen Paketfirmen in Sonderkategorien. Alternativ können sperrige Gegenstände gut verpackt auch einer Spedition als Beiladung mitgegeben werden.

Titelbild: ©istock.com - IPGGutenbergUKLtd

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