Umzugscheckliste

Bei einem Umzug in eine andere Wohnung gibt es immer vieles zu erledigen. An all diese Dinge zu denken, ist besonders wichtig, wenn das neue Heim weit entfernt von der alten Wohnung liegt. Dann ist eine Rückkehr zum letzten Wohnort, um Versäumtes zu erledigen, mit viel Aufwand verbunden und kostet entsprechend Zeit und Geld. Ebenso wichtig ist eine gute Planung aber auch beim Wohnungswechsel innerhalb der Stadt oder in einen nahegelegenen Ort. Eine Checkliste für den Umzug hilft auch in diesem Fall, den Wohnungswechsel möglichst entspannt zu gestalten und böse Überraschungen zu vermeiden.

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Checkliste für den Umzug erstellen

Den Umzug planen – Wer hilft beim Umzug?

Den Umzug können Sie mit Hilfe von Freunden und Verwandten durchführen oder ein Umzugsunternehmen beauftragen. Oft bieten sich auch online Studenten als Umzugshelfer an, die in der Regel eine kostengünstige Alternative zu einem professionellen Umzugsunternehmen darstellen. Führen Sie den Umzug selbstständig durch, benötigen Sie neben vielen fleißigen Umzugshelfern je nach Umfang des Umzugs auch einen Transporter oder sogar einen LKW.

Möglicherweise haben Sie selbst ein geeignetes Fahrzeug oder Freunde können Ihnen einen Transporter zur Verfügung stellen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist es ratsam, frühzeitig Angebote für einen Mietwagen einzuholen, um diese miteinander vergleichen zu können.

Organisieren Sie möglichst viele Umzugshelfer und denken Sie an Getränke und eine Mahlzeit. Auch bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmens ist es sinnvoll, so früh wie möglich verschiedene Angebote einzuholen und zu vergleichen. So stehen die Chancen gut, dass der von Ihnen favorisierte Anbieter am Wunschtermin auch Zeit hat.

Umzug mit Umzugswagen

Umzugsplaner: Checkliste für die Vorbereitungen

Allgemein gilt: Wer einen Umzug planen muss, sollte so früh wie möglich mit den Vorbereitungen beginnen. Dies spart nicht zur Zeit und Geld, sondern kostet auch weniger Nerven!

Wer rechtzeitig mit den Vorbereitungen beginnt, erspart sich auch am Umzugstag viel Stress. In den Wochen vor dem Umzug ist sicherlich ein wenig Zeit, um schon einige der folgenden Arbeiten zu erledigen.

  • Alle Gegenstände, die bis zum Wohnungsumzug nicht mehr gebraucht werden, können schon vorab in Kisten verpackt werden.
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  • Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, den Keller und andere Räume zu entrümpeln und überflüssige Dinge im Wertstoffhof der Gemeinde zu entsorgen. Bei größeren Mengen beantragen Sie jedoch am besten einen Termin für die Sperrgutabfuhr.
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  • Im Zentrum großer Städte sind die Parkmöglichkeiten oft begrenzt und direkt vor dem Haus ist das Parken manchmal sogar verboten. In diesem Fall hilft eine Sonderparkgenehmigung beziehungsweise ein temporäres Parkverbotsschild, mit dem Sie einen Platz für den Umzugswagen freihalten. Beides bekommen Sie auf Antrag bei Ihrer Gemeinde.
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  • Verpackungsmaterialien sind bei einem Umzug extrem wichtig. Hierzu gehören Umzugskartons, schützende Materialien wie Decken, Seidenpapier für das Porzellan und Luftpolsterfolie sowie Klebeband, mit dem die Kartons sicher verschlossen werden. Mit einem Edding lassen sich die Kartons gut lesbar beschriften, damit sie sofort in den richtigen Raum gebracht werden.
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  • Große Möbelstücke werden am besten schon vor dem Umzugstermin demontiert, denn dies nimmt oft viel Zeit in Anspruch. Auch die Lampen können schon vorab durch eine einfache Fassung mit einer Glühlampe ersetzt werden.
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Umzugscheckliste – Wer muss beim Umzug informiert werden?

Umzug Möbel tragenNeben Freunden und Verwandten benötigen viele weitere Personen und vor allem Behörden und Unternehmen Ihre neue Anschrift. Diese können Sie ihnen schon mitteilen, wenn der Termin für den Umzug feststeht. Eine Ausnahme bilden die Anmeldung im Einwohnermeldeamt und die Ummeldung Ihres Autos, die Sie nach dem Einzug in Ihre neue Wohnung vornehmen.

Muster Umzugsliste für die Adressänderung

  • Einwohnermeldeamt
    Ihre Anmeldung am neuen Wohnort nehmen Sie am besten kurz nach dem Einzug in die neue Wohnung vor. Hierfür benötigen Sie Ihren Personalausweis oder den Reisepass und einen Meldeschein, den Sie vor Ort in der Behörde ausfüllen. Auf den Homepages vieler Städte können Sie sich den Meldebogen aber auch vorab herunterladen und ausfüllen, um auf diese Weise ein wenig Zeit zu sparen. Bei Ihrer Anmeldung können Sie auch gleich einen Bewohnerparkausweis beantragen, soweit dies für Sie in Frage kommt. Eine Abmeldung am bisherigen Wohnort ist normalerweise nicht nötig, denn dies regeln die Einwohnermeldeämter der Gemeinden untereinander. Nur wenn Sie keine andere Wohnung im Inland beziehen, wie dies beispielsweise bei einem Umzug ins Ausland der Fall ist, sollten Sie sich abmelden.
  • Kfz-Zulassungsstelle
    Beim Wohnungsumzug in einen anderen Kreis bekommt Ihr Auto ein neues Kennzeichen, das Sie bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle beantragen. Ansonsten lassen Sie nur Ihre neue Anschrift in die Fahrzeugpapiere eintragen. Seit 2012 haben Sie in einigen Bundesländern aber auch die Möglichkeit, Ihr altes Kennzeichen zu behalten, wenn Sie innerhalb des Bundeslandes umziehen. Diese Regelung soll bald bundesweit gelten, ist aber noch nicht überall möglich. Erkundigen Sie sich daher am besten bei der zuständigen Stelle, falls Sie Ihr altes Kennzeichen gern mitnehmen würden.
  • Telefon- und Internetanbieter
    Einen neuen Telefon- und Internetanschluss beziehungsweise die Mitnahme des alten Anschlusses sollten Sie so früh wie möglich beantragen, denn dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch Ihr Mobilfunkprovider benötigt Ihre neue Adresse.
  • Strom, Gas und Wasserversorger
    Denken Sie außerdem an die An- und Abmeldung beziehungsweise die Ummeldung bei Ihren Strom-, Gas- und Wasserversorgern.
  • Post
    Für die Nachsendung Ihrer Post können Sie in einer Postfiliale oder online im Internet einen Nachsendeantrag stellen.

Weitere Institutionen auf Ihrer Umzugsliste, denen Sie Ihre neue Anschrift mitteilen sollten:

  • Banken: Hierbei können Sie auch gleich den Dauerauftrag für die Mietzahlungen ändern
  • Versicherungen: Klären Sie mit Ihrer Versicherung außerdem, ob Sie in Ihrer neuen Wohnung durch die alte Hausratversicherung ausreichend geschützt sind
  • Arbeitgeber: Bei Bedarf können Sie bei dieser Gelegenheit gleichzeitig Urlaub für den Umzug beantragen
  • Bisheriger Vermieter: Er schickt Ihnen die Endabrechnung über die Nebenkosten an die neue Anschrift
  • Schulen und Kindergärten
  • Vereine

To Do Liste für den Umzug: Die Wohnungsübergabe

Die Wohnungsübergabe kann am Tag des Umzugs oder danach erfolgen. Hierbei werden auch gleich die Zählerstände abgelesen.

Wichtig: Lassen Sie sich eine Kopie des Übergabeprotokolls geben, damit es später zu keinen Unstimmigkeiten kommt.

Eventuell müssen Sie Ihre alte Wohnung vor der Übergabe renovieren. Planen Sie hierfür genügend Zeit ein. Die nötige Farbe, Spachtelmassen und Werkzeuge können Sie schon vorab im Keller bereitstellen und auf diese Weise möglicherweise von günstigen Angeboten profitieren.

Möchten Sie die Renovierung in Auftrag geben, sollten Sie wiederum rechtzeitig Angebote einholen und sich durch eine Auftragsbestätigung versichern lassen, dass die Arbeiten zum gewünschten Termin stattfinden. So gibt es bei der Rückzahlung der hinterlegten Mietkaution keine Probleme.

Vielleicht muss auch die neue Wohnung vor dem Einzug renoviert oder ein wenig verschönert werden. Am einfachsten ist dies, wenn noch keine Möbel in den Räumen stehen. In diesem Fall kann es daher sinnvoll sein, für einen kurzen Zeitraum die Miete für die alte und die neue Wohnung zu zahlen, um sich so unnötigen Stress zu ersparen.

Kostenlose Umzugsliste als PDF

Damit Sie Ihren Umzug sorgfältig planen können, stellen wir Ihnen eine Umzugscheckliste als PDF zur Verfügung. Auf ihr haken Sie einfach alle Arbeiten ab, die Sie bereits erledigt haben, und wissen so jederzeit, ob Sie gut im Zeitplan liegen.

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