Verpackungsschaden versichert?

Wer haftet wann und warum?

Der Versandhandel boomt. Immer mehr Waren werden von unterschiedlichsten Logistikunternehmen verschickt und gelangen so schnell und zumeist sicher zum Kunden. Doch immer wieder kommt es zu Verpackungsschäden und beschädigten Waren. Wer haftet wann und warum? Es kursieren viel zu viele Gerüchte über die entsprechenden Haftungen und Haftungsausschlüsse. Dabei ist das Thema einfach zu überblicken.

Die Art des Geschäfts ist entscheidend

Im Versandhandel müssen Sie zunächst zwischen zwei unterschiedlichen Geschäftsformen unterscheiden. Denn die Haftung unterscheidet sich deutlich, je nachdem ob vom Verkäufer an einen Kunden etwas versendet wird (B2C), oder von Unternehmen zu Unternehmen (B2B).

Im B2B-Bereich kommt folgende Gesetzesregelung § 447 BGB zum Einsatz, so dass hierbei das Transportrisiko auf den Käufer übergeht, sobald der Versender das Paket an den Logistikdienstleister übergeben hat. Viel häufiger stellt sich allerdings die Frage nach der Haftung, wenn Pakete oder auch Briefsendungen an Kunden versandt werden. Denn hier zeigt sich oftmals, dass viele Unternehmen versuchen über die AGBs die Haftung oder auch die Zeit bis zu der ein Schaden gemeldet werden muss, auf den Kunden abzuwälzen. Dies ist allerdings rechtlich nicht möglich und hat vor der Gerichtsbarkeit keinerlei Bestand.

Der Verkäufer haftet für den Transport und die entstehenden Transportschäden

Gehen Pakete oder deren Inhalt beim Transport kaputt, muss sich der Verkäufer darum kümmern. Er muss für einen kostenfreien Rückversand des Paketes sorgen und entweder das Geld zurückzahlen oder die Ware ersetzen. Dabei ist der Empfänger nicht gezwungen die Transportschäden innerhalb einer festen Frist zu melden. Bis zu zwei Jahre hat der Kunde theoretisch Zeit die Schäden geltend zu machen. Allerdings liegt die Beweislast nur innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf beim Unternehmer.

Danach ist der Empfänger verpflichtet und in der Beweislast, die Schäden entsprechend zu dokumentieren. Am einfachsten ist es jedoch, wenn Transportschäden so gut wie nur möglich vermieden werden können. Das lässt sich durch professionelles Verpackungsmaterial und eine einheitliche, äußerliche Gestaltung der Pakete und Briefsendungen oftmals deutlich vereinfachen.

Somit stehen dem Versender, also in der Regel Ihnen, mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, um die Haftungskosten und Regressansprüche so gering wie nur möglich zu halten. Unabhängig von der Tatsache, dass Sie sich zur Erstattung der Kosten noch mit den verschiedenen Logistikunternehmen herumärgern müssen. Eine durchdachte und vor allem professionelle Verpackung kann Ihnen somit viel Stress ersparen.

Sicher verpackt sorgt für weniger Frust

Aus diesem Grund sollten Sie bereits vor dem Versand der Waren darauf achten, ausschließlich professionelles und hochwertiges Verpackungsmaterial zu verwenden. Zum einen kann der Kunde somit Schäden an der Verpackung leichter erkennen und diese frühzeitiger und teilweise direkt beim Transportdienstleister melden, zum anderen sind solche Lösungen auch deutlich stabiler und haltbarer als No-Name-Produkte. Für einen entsprechend sicheren Versand - je nach Ware, sollten Sie also folgendes bereitlegen:

  • Kartons oder Umschläge mit Polsterung und stabilem Material
  • Passendes Füllmaterial in der passenden Menge
  • Bei Bedarf den passenden Kantenschutz
  • Moderne Adressaufkleber

Somit können Sie nicht nur schneller, sondern vor allem auch sicherer verpacken. Dies ist sowohl für die Kunden angenehm, als auch der Haltbarkeit der versendeten Waren äußerst zuträglich.

Als Versender in der Haftung - sichern Sie sich ab

AGBs und andere Vereinbarungen sind hinsichtlich der Haftung nicht gültig. Umso wichtiger, es nur zu möglichst wenigen Beschädigungen kommen zu lassen. Mit dem entsprechenden Verpackungsmaterial kann die Anzahl der Rückläufer problemlos minimiert werden. Somit wird der Versand effizienter und die Kosten für Reparaturen oder Rückerstattungen sinken automatisch.

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